Die fünf besten Campingplätze in Spanien

Spanien zieht Camper nicht wegen eines einzigen „Highlights“ an, sondern wegen der Bandbreite: morgens Kaffee vor dem Zelt mit Blick aufs Mittelmeer, ein paar Tage später Nebel über grünen Hängen im Norden. Strandnah oder lieber abseits, wo abends nur Grillenzirpen bleibt? Beides ist problemlos machbar. Besonders häufig landen Reisende an der Costa del Sol und der Costa Blanca in Andalusien – dort liegen viele Plätze so, dass man gleichzeitig Küste und Hinterland im Blick hat. Wer statt Küstenbetrieb lieber Weite und Landschaft will, findet im Inland ruhige Ecken, die sich als Ausgangspunkt für Touren eignen. Und falls es ein bisschen kantiger sein darf: ab in die Pyrenäen. Dort gibt es abgelegene Spots, an denen Zelte schnell stehen und ein Lagerfeuer (wo es erlaubt ist) den Tag abschließt. Unterm Strich: Für nahezu jedes Campingprofil findet sich irgendwo zwischen Atlantik, Mittelmeer und Bergen ein Platz, der hängen bleibt.

Der Norden Spaniens

Im Norden Spaniens spielt das Wetter oft nach eigenen Regeln – und genau das macht die Region für viele so interessant. Atlantikküste, breite Strände, dazu Campingplätze, die nicht nur „irgendwo“ stehen, sondern häufig mit freiem Blick aufs Wasser punkten. Wer Berge braucht, wechselt von der Küste in Richtung Pyrenäen und ist plötzlich in einer völlig anderen Welt: mehr Höhenmeter, mehr Ruhe, mehr Natur im engeren Sinne. Meer-Urlaub mit kurzen Wegen zum Strand? Geht. Bergtage mit Rucksack und Abendessen am Kocher? Ebenfalls. Ob ein langes Wochenende oder ein ganzer Sommer – die Gegend trägt, weil sie Abwechslung liefert: hier ein Küstenpanorama, dort Touren, bei denen die Pyrenäen zeigen, dass „Spaziergang“ manchmal ein Euphemismus ist. Und ja: In dieser Ecke findet sich fast immer etwas, das zum eigenen Tempo passt.

Katalonien: Spaniens Campingparadies

Katalonien wird unter Campern oft als sichere Bank gehandelt – und das kommt nicht von ungefähr. Entlang der Mittelmeerküste liegen Strände und Buchten, die schnell den Tagesrhythmus bestimmen: morgens ins klare Wasser, mittags Schatten suchen, abends noch einmal raus, wenn der Wind nachlässt. Das Klima ist in vielen Monaten angenehm, die Küste wirkt hell, sandig, stellenweise fast postkartenhaft. Gleichzeitig ist die Region nicht auf „Strandcamping“ festgelegt: Vom Stellplatz direkt hinter den Dünen bis zu Unterkünften in den Bergen (Berghütten eingeschlossen) ist die Palette breit, und wer einfach nur draußen sein will, findet sein Setup. Manche Plätze setzen eher auf Ruhe, andere auf Komfort – Pools, Spa-Bereiche, Infrastruktur, die man mögen kann oder bewusst meidet. Dazu kommt die katalanische Eigenart, die Kultur, die Landschaftswechsel. Ergebnis: Camping hier kann sehr entspannt sein, aber eben auch aktiv, je nachdem, worauf man gerade Lust hat.

Unsere Top 5 der besten Campingplätze in Spanien

1. Camping Les Medes

Les Medes an der Costa Brava richtet sich an alle, die das Mittelmeer nicht nur „in der Nähe“ haben wollen, sondern praktisch vor der Tür. Der Platz liegt so, dass zwei Strände direkt erreichbar sind – ohne erst lange im Auto zu sitzen. Auf dem Wasser bieten sich Klassiker an: Kajak, Schnorcheln, Angeln; wer’s ruhiger mag, bleibt einfach am Ufer und schaut dem Tag beim Vorbeiziehen zu. Zur Ausstattung gehören typische Komfortpunkte, die im Alltag tatsächlich zählen: großzügige Parzellen, ein Pool, Restaurant und Bar sowie WLAN. Les Medes passt damit sowohl für Leute, die tagsüber aktiv sind und abends Infrastruktur schätzen, als auch für alle, die hauptsächlich am Meer runterkommen möchten.

2. Campingplatz Aquarius

Camping Aquarius wird häufig als gute Adresse für Outdoor-Tage beschrieben – allerdings mit einer Besonderheit, über die man kurz stolpert: Der Platz wird in den Ozarks von Arkansas verortet, also nicht in Spanien. Inhaltlich bleibt es trotzdem ein klassisches „Natur-und-Programm“-Setup: Es gibt Hütten, Stellplätze für Wohnmobile und Bereiche für Zelte. Zwei Seen gehören zum Gelände, gedacht fürs Schwimmen und Angeln. Dazu kommen Wanderwege, die zu Wasserfällen und weiteren Aussichtspunkten führen, ein Spielplatz für Kinder sowie Angebote wie Kanu- und Kajakfahren auf dem See. Wer nicht alles selbst planen will, kann an organisierten Programmpunkten teilnehmen – von Bastelaktionen bis zu Live-Musik. Für Familien und Freundesgruppen ist das Konzept klar: tagsüber draußen, abends gemeinsames Programm. Ob der Name in einer Spanien-Liste irritiert? Ja. Aber als Platzbeschreibung ist das Profil eindeutig.

3. Campingplatz l’Àmfora

l’Àmfora wird als Platz positioniert, der Natur und Erholung verbindet, ohne auf zeitgemäße Ausstattung zu verzichten. Verortet ist er in der Region Valencia; die Lage spielt mit zwei Motiven gleichzeitig: Mittelmeer auf der einen Seite, Berge als Kulisse auf der anderen. Vor Ort gibt es Swimmingpools, Spielplätze und verschiedene Sportanlagen – also genug, damit auch längere Aufenthalte nicht in „Was machen wir heute?“ enden. Wer lieber unterwegs ist, nutzt die Wege in der Umgebung, die sich zum Wandern und Radfahren eignen. Nach einem langen Tag draußen ist die Versorgung unkompliziert: Restaurant und Bar sind vorhanden. In Summe wirkt l’Àmfora wie ein Ort, an dem man mit wenig Aufwand zwischen Aktivsein und Ausruhen wechseln kann, ohne ständig den Platz verlassen zu müssen.

4. Campingplatz Allania Costa Blanca

Allania Costa Blanca gehört zu den Plätzen, die bewusst auf „Urlaub mit Angebot“ setzen. Die Lage am Mittelmeer liefert die Aussicht, der Rest ist eher Ferienanlage als Minimal-Camping: Strandzugang, mehrere Pools, Tennisplätze, Gastronomie, Shops – also alles, was den Alltag vor Ort bequem macht, gerade wenn man mit Kindern oder in einer größeren Runde reist. Spannend ist auch die Umgebung: In der Nähe liegen Attraktionen wie Wasserparks, Golfplätze und historische Sehenswürdigkeiten, die sich für Tagesausflüge anbieten. Wer Aktivität und Abwechslung sucht und dafür gern Infrastruktur in Kauf nimmt, dürfte hier richtig sein; wer völlige Stille erwartet, sollte das Setting realistisch einschätzen.

5. Camping Las Dunas Costa Brava

Las Dunas an der Costa Brava wird oft als Familienplatz beschrieben – und die Ausrichtung ist klar: viel Angebot, kurze Wege, wenig Improvisationsstress. Katalonien liefert die Kulisse, der Strand ist ein naheliegender Fixpunkt: baden, im klaren Wasser treiben lassen, zwischendurch zurück zum Platz. Wer Abwechslung braucht, findet in der Nähe Wälder und Bergpfade, die sich für kleinere Touren eignen. Bei den Unterkünften ist man nicht auf „nur Zelt“ festgelegt: Zelte, Wohnwagen und Bungalows stehen zur Wahl, letztere auch mit Klimaanlage und eigenem Bad. Dazu kommen Pool, Spielplätze, Sportflächen und ein Restaurant, in dem regionale Küche auf der Karte steht. Das Ganze zielt auf einen unkomplizierten Aufenthalt, bei dem die Umgebung den Rahmen setzt und die Ausstattung den Rest erledigt.